Dienstag, 28. April 2015

Mondtraum

Titel: Mondtraum
Länge: 576 Wörter
Genre: Angst, Comfort
Fandom: Fairy Tail

Pairing: ArcadiosxHisui E. Fiore
Inspiration:  "Sage Raruto" - Legend of Zelda, Wind Waker Soundtrack


Beim Schreiben ist es besser, eine Routine reinzubekommen, statt ständig auf die Inspiration zu warten...gut, jeden Tag schreiben tu ich nach wie vor nicht (Schande über mein Haupt), aber die paar Dinge, die dabei herausgekommen sind, kann man auch einmal herzeigen.
Der Oneshot hier entstand am 25. November 2014. Ja, das Hochladen habe ich lange vor mir hergeschoben. xD
Der Titel sagt so ziemlich alles aus, was es zu diesem Oneshot zu sagen gibt~


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Der Mond machte manche Menschen wahnsinnig, erzählte man sich.
In klaren Vollmondnächten schien er so blendend hell, dass es ihnen das Augenlicht raubte, und den Verstand noch gleich dazu – er zog sie geradezu magisch an, ließ sie alles vergessen außer seinem vernarbten Angesicht und stürzte seine Opfer so nicht selten in den Tod.
Manchmal hatte sie sich gewünscht, der Wahnsinn hätte sie übermannt, in dieser einen Nacht vor dem Palast, vor dem geöffneten Eclipse-Tor.
Die Sonne hatte dem Mond wohl seine Kraft geraubt, hatte den Wahnsinn eingedämmt, ihr stattdessen nur Albträume und Verzweiflung in den Kopf gepflanzt – ließ sie jene Nacht, jene Zerstörung und jene Angst wieder durchleben, Nacht für Nacht, Stunde um Stunde.
Hisui ertappte sich mehr als nur einmal dabei, ihn mit allem was sie hatte dafür zu verfluchen.

Und doch spürte sie bei jedem Gedanken daran ihr Herz schneller schlagen, spürte, wie eine wohlige Wärme sich in ihrer Brust ausbreitete, wenn sie nun daran dachte.
So makaber ihr dieser Gedankengang auch selbst erschien, so sehr sie diese Albträume auch hasste, mit ihrem ganzen Wesen verabscheute...sie waren ihr vertraut. Alte Bekannte, beinahe, Erinnerungen, bei deren bloßen Auftauchen ein Schauder über ihren Rücken fuhr, sich die Klauen der Beklemmung tief in ihren Verstand gruben – und doch spürte sie immer öfter, kurz bevor der Schlaf sie übermannte, dieses leichte Gefühl zu fallen in ihrem Magen, dieses sanfte Pochen der Erwartung, das ihr Herz schneller schlagen, ihre Wangen heiß werden ließ.

Denn jede Nacht, in der ihre alten Bekannten ihr wieder ihren Gruß entboten, sie vor Angst keuchend aufwachen ließen, fand sie sich nur Momente später in zwei starken Armen wieder, die sie vorsichtig an einen ebenso starken Körper zogen, einen beruhigend warmen Brustkorb mit einem Herzschlag der so ruhig wie ihrer hämmernd war.
Sie ergab sich der Bewegung jedes Mal, zu schwach, um sich zu wehren – nicht, dass sie es je gewollt hätte. Die Berührung allein gab ihr wieder ein wenig Ruhe zurück, während Fetzen ihres Traumes sich noch an ihren Verstand klammerten, unwillig, ihn wieder in die Gegenwart zurückkehren zu lassen. Jedes Mal versuchte sie, ihren donnernden Herzschlag zu beruhigen, ihre Atmung, die so schnell ging, als wäre sie eben minutenlang gerannt.
Jedes Mal war er da. Jedes Mal.

Sie musste nicht sprechen, nichts erklären, denn er wusste Bescheid, befanden sie sich doch nicht zum ersten Mal in dieser Situation – und er kannte sie, wusste oft so gut, was in ihrem Kopf vorging, als hätte er ihre Gedanken gelesen...und ebenso kannte sie ihn, auch wenn sein Verstand für sie eine weit größere Herausforderung darzustellen schien.
Er musste nicht sprechen, musste nicht bekunden, dass er an ihrer Seite war und es immer sein würde – er zeigte es ihr stattdessen.
Sie hatten ihre eigene Art der Kommunikation – Gesten, Blicke, Berührungen...in Momenten wie diesen waren Worte schlicht nicht notwendig, waren sogar überflüssig, da jeder wusste, was der jeweils andere hätte sagen wollen.
Ihre Wangen wurden heiß, als sie seine Lippen auf ihrer Stirn spürte, merkte, wie er sie noch näherzog – statt sich zu beruhigen beschleunigte sich ihr Herzschlag erneut, doch nicht aus Angst...da war es wieder, dieses Gefühl, als würde sie fallen – doch das würde sie nicht, im Gegenteil.
Mit einem leisen Seufzen schloss sie ihre Lider, wendete ihre Augen von Dunkelheit ab und der Finsternis zu, während sich ein leichtes Lächeln auf ihre Lippen stahl.
So sehr sie ihre Albträume auch hasste – dies waren sie allemal wert.


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