Dienstag, 28. April 2015

Kleider machen Erkältungen

Titel: Kleider machen Erkältungen
Länge: 1116 Wörter
Genre: Humor
Fandom: Fairy Tail
Charaktere: Hisui E. Fiore, Arcadios 



Kein Pairing, le gasp!
Wie man schon an dem Bild erkennen kann, geht es in diesem Oneshot um die Stellarkleidung des Liberum-Arcs - beziehungsweise um den Rückweg der Beiden. Immerhin hat der Herr noch eine Rüstung in die er sich schwingen kann, wenn er will, Hisuis Kleid hingegen hat sich leider in Wohlgefallen aufgelöst...und so wirklich bedeckend ist ihre momentane Kleidung nicht wirklich. Dementsprechend heißt es in diesem Fall: Kleider machen Erkältungen!

Ich danke den Produzenten dafür, dass Arcadios, Mr. Ich-trage-immer-Rüstungen, tatsächlich bauchfrei ist, omnomnomnom, vielen Dank...<3 
・:*:・(*/////∇/////*)・:*:・ 


Interessiert? Dann klick' das Schaf!




Hisui zitterte. Wer um alles in der Welt hatte die Kleiderordnung in der Stellarwelt festgelegt? Soviel Haut zu zeigen schickte sich absolut nicht, schon gar  nicht für jemanden wie sie...während ihres Aufenthaltes in der Stellarwelt war sie zu sehr mit den dortigen Erlebnissen beschäftigt gewesen, um wirklich zu realisieren, wie kalt ihr in diesen Kleidern war - und wie unglaublich offenherzig sie aussah...und nun verstand sie auch, warum Arcadios sie nicht mehr ansah als absolut notwendig war - es ziemte sich schlicht nicht.

Der Ritter ging gemessenen Schrittes neben ihr her, während sie sich auf dem Rückweg befanden - sie betrachtete ihn verstohlen von der Seite. Zugegeben, ohne Rüstung sah sie ihn selten, und das auch noch in solchen Kleidern....wenigstens waren die der Männer ebenfalls ein wenig offenherzig, sonst hätte Hisui sich nicht nur über eine komplett wahnsinnige Kleiderordnung, sondern ebenfalls noch über Sexismus aufregen müssen. Arcadios hatte den Blick nach vorn gerichtet, sie konnte von der Seite sehen, dass seine Kiefermuskulatur angespannt war, die Lippen ein wenig fester zusammengepresst als wohl notwendig...so, als müsse er sich krampfhaft von etwas abhalten. Zum Beispiel, zu ihr hinüberzusehen.

Dennoch, er hatte wenigstens noch eine Rüstung im Gepäck, die er tragen konnte, oder zumindest andere Kleider - ihr Kleid war den Angriffen Ophiuchus' zum Opfer gefallen und zwang sie nun dazu, diese Kleidung zu tragen, deren Anblick sie vor Scham erröten ließ und sie zu allem Übel nicht einmal wärmte.
Sie schlang die Arme um ihren Oberkörper und rieb sich ihre Oberarme. Es verjagte die Kälte nur kurz, sorgte dann aber dafür, dass sie noch stärker zurückkehrte. 
Ein Schauder erfasste sie, ließ ihre Zähne kurz klappern, bevor sie es verhindern konnte. Wütend und mit vor Scham geröteten Wangen, rieb sie sich frustriert erneut über die Oberarme, im krampfhaften Versuch, doch noch etwas Wärme in ihre kalten Glieder zu leiten. 
Sie wollte schon frustriert seufzen - als sie plötzlich warmen Stoff an ihren Schultern spürte. Sie sah von ihren zitternden Händen auf, griff stattdessen nach den Enden von Arcadios' Mantel, den er ihr eben um die Schultern gelegt hatte.

Er zupfte ihn wortlos noch ein wenig zurecht, wich ihrem Blick dabei gekonnt aus, bevor er wieder neben ihr herging, als wäre nichts geschehen.
Hisui wollte ihm schon danken - doch die Worte blieben ihr im Halse stecken, als sie ihn sah. Seine Anspannung, sein krampfhafter Blick geradeaus...das war nicht nur, weil er sie nicht anschauen wollte (wofür sie ihm im Übrigen überaus dankbar war, nicht jeder Mann besaß soviel Anstand), sondern weil ihm seine eigenen Kleider mindestens genauso peinlich waren, und ohne Mantel wohl noch mehr.

Sie hatte es unter dem Mantel erahnen können (hatte auch so oft es ging schon verstohlen so manchem Blick riskiert), doch nun sah sie sein Oberteil vollends. Es zeigte wahrlich mehr, als es bedeckte, ein dünnes, schwarzes, Shirt, welches gerade einmal über seinen Rippenbogen zu reichen schien, und so lächerlich eng saß, dass Hisui jeden einzelnen Muskel erkennen konnte. 
Sie schluckte, spürte erneut, wie ihr die Röte in die Wangen kroch - doch diesmal nicht vor Scham - und versuchte, den Blick abzuwenden, allein aus Höflichkeit. Hisui hatte kaum Zweifel daran, dass ihm ihr Anblick gefiel - welchem Mann würde er nicht gefallen? - und er hatte sich zusammengerissen und den Blick abgewandt, ihr sogar noch etwas zum Bedecken gegeben, und sie starrte ihn schamlos an.

Doch, sie musste sich eingestehen, sein Anblick gefiel ihr ebenfalls, und welcher Frau mit gutem Geschmack wohl auch nicht? Er war groß, gebräunt, muskulös, mit einem Oberteil, das mehr entblößte als verbarg, mit womöglich keinem überflüssigen Gramm Fett am Körper - kurzum, ein Körper zum Niederknien - und bei jedem einzelnen Schritt konnte man die Bewegung seiner Muskeln verfolgen...
Je länger sie hinschaute, desto wärmer wurden ihre Wangen. Er musste definitiv öfter ohne seine Rüstung herumlaufen...

Sie drehte schnell den Kopf, beobachtete ihn jedoch aus den Augenwinkeln, als er sich bewegte und mit einem missmutigen Blick an seinem Oberteil zupfte. Einen Moment lang schaute er wieder nach vorn, bevor er es mit einem Wort, in einer Sprache, die Hisui nicht verstand (auch wenn sie sich sicher war, dass er geflucht hatte), packte und mit einem Ruck über den Kopf zog. Mit zwei flinken Bewegungen hatte er sich ebenfalls die Handschuhe von den Händen gezupft und sie zusätzlich zu dem Oberteil kurzerhand in seinen Kürbishut gestopft.
Hisui meinte fast, ihre Wangen würden Feuer fangen. Jetzt hatte er seinen Oberkörper ja völlig entblößt, schien damit aber bei weitem zufriedener zu sein, seinem leisen Seufzen nach zu urteilen - oh Gott, sie würde diesen Mann nie verstehen! Eben noch war sie der Meinung gewesen, das Oberteil hätte mehr gezeigt als verdeckt, unterdrückte jedoch nun den Drang, sich dafür selbst zu schlagen; im Gegenteil, der Anblick, der sich ihr jetzt bot, war...war...oh bei allen Sternen!
Sie suchte noch nach einem richtigen Wort - als er plötzlich ihren Blick erwiderte. Oh Himmel, er merkte, dass sie ihn anstarrte! Und vielleicht hatte er das schon die ganze Zeit!

Oh, hätte sie nur nicht hingesehen, ihre roten Wangen verrieten sie doch sofort! Was würde er nur von ihr denken? Er hatte sich zusammenreißen können, und sie? Sie war so fürchterlich unhöflich gewesen und starrte wie ein kleines Kind!
Mit einem erschreckten Schnappen nach Luft wandte sie den Kopf ab, versteckte ihr hochrotes Gesicht im Kragen seines Mantels.

"Vergebt mir, ich wollte nicht starren...", murmelte sie zurück und warf ihm über den Mantelkragen noch einen verstohlenen Blick zu, um seine Reaktion zu erspähen. Er schüttelte nur kurz den Kopf. "Nicht doch, Prinzessin", gab er kurz angebunden zurück. Er erwiderte ihren Blick nur kurz, bevor er wieder nach vorn blickte - Moment, wurde er etwa rot? Hisui hob den Kopf etwas, um genauer hinsehen zu können. Tatsächlich, ein kleiner Rotschimmer war auf seinen Wangen - aber erst seit eben - oder etwa nicht? Mit zu Schlitzen verengten Augen schaute sie zu ihm hinauf. Sah es nur so aus, oder wirkte er gar ein wenig betreten, wenn nicht sogar...schuldbewusst? Bedeutete dies, dass er...
Er räusperte sich leise.

"Diese Kleiderordnung ist kriminell", murmelte er so leise, dass nur sie es hören konnte, mit unverkennbarer Frustration in der Stimme; oder war es etwa sogar eine Prise Verlegenheit? Und das sicher nicht nur bezüglich seiner eigenen Kleidung...
Hisui räusperte sich ebenfalls und warf noch einen Blick auf seinen ungelogen sehr ansehnlichen Oberkörper, bevor sie wieder nach vorn sah.


"Wie Recht Ihr habt", antwortete sie, mit mindestens eben soviel frustrierter Verlegenheit in der Stimme.
Sie meinte, ein leises Geräusch zu hören, sah ihn wieder an, und erwischte das Lächeln, das über seine Lippen huschte gerade noch, bevor es wieder verschwand. Sie erwiderte es für einen Moment.
Das würde ein sehr langer Rückweg werden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen