Dienstag, 28. April 2015

Jade

Titel: Jade
Länge: 552 Wörter
Genre: Fluff
Fandom: Fairy Tail
Pairing: ArcadiosxHisui E. Fiore 
Inspiration: "Welche Sprache spricht dein Herz" - Faun


Ein weiterer Oneshot aus der Periode "Ich versuche jeden Abend zu schreiben", und hey, zwischen diesem und "Mondtraum" liegen immerhin nur ein paar Tage! "Jade" entstand immerhin am 03.12.2014, das ist ein Fortschritt! Wenn ich bedenke, dass ich vor meinem ersten ArcaSui-Oneshot ein gutes halbes Jahr nicht geschrieben hatte...oh weh. xD
Der eigentliche Titel hierfür ist "Jade/Kette", weil das die genutzten Inspirationsworte sind. Und, wie sollte es anders sein, hier habe ich ein wenig mit dem Headcanon gespielt, dass Arcadios seine Jadekette nie abnimmt. Denn ja, dem Kerl traue ich das eiskalt zu. Und Hisui offenbar auch, khihihi~


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Du nimmst sie wirklich nie ab?“
Das Metall war überraschend warm, als sie mit den Spitzen ihrer Finger vorsichtig darüberfuhr, sich die Konturen einprägte – auch wenn dessen Wärme nicht an die seiner Haut heranreichte.
Ein leichtes Lächeln zupfte an seinem rechten Mundwinkel, beinahe unsichtbar, doch sie hatte schon lang gelernt, jede seiner Reaktionen zu interpretieren.
Ich vermeide es so gut ich kann“, antwortete er mit gedämpfter Stimme; jedes seiner Worte spürte sie überall dort, wo sie ihn berührte, praktisch also in ihrem gesamten Brustkorb – sie liebte dieses Gefühl.

Ihre Hände glitten von seinem Amulett nach oben, seine entblößten Schultern hinauf zu seinem Nacken – sie konnte sehen, wie er zu sprechen ansetzte, womöglich wollte er protestieren, spürte er doch, was sie offensichtlich vorhatte...ihr jadegrünes Haar fiel ihr von ihren nicht minder nackten Schultern wirr ins Gesicht, als sie sich vorbeugte und jeglichen Protest mit einem Kuss unterband.
Sie aufzuhalten hätte für ihn kaum eine Herausforderung dargestellt, dennoch ergab er sich ihrer Bewegung vollends, hob eine Hand zu ihrer Wange, fuhr durch ihr helles Haar, zog sie noch ein Stück näher.


Der Verschluss seiner Kette öffnete sich unter ihren geschickten Fingern innerhalb von Sekunden – das leise Klingen metallischer Kettenglieder schien sie beide aufzuschrecken.
„Vorsicht“, hauchte er ihr mit rauer Stimme auf die Lippen, „sie bedeutet mir wirklich viel.“
Sie antwortete mit einem leisen, wissenden Lächeln, bevor sie sich auf ihm aufsetzte, das Amulett vorsichtig in die Hand nahm und im sanften Kerzenlicht betrachtete. 

Das Metall war warm, doch der Stein war wärmer – sattgrüne Jade, mit einem gewissen mystischen Glanz, einer seltsamen Tiefe...Sie ertappte sich dabei, wie sie ihn einfach nur anstarrte, und dabei dem Gefühl erlag, in seinem Inneren zu versinken.
Aus dem Augenwinkel nahm sie wahr, wie sich ein Lächeln auf seinen Lippen ausbreitete.
„Verstehst du nun, was mir daran liegt?“ schien es zu sagen und sie antwortete mit einem schiefen Lächeln und einem Nicken. 


Sie warf noch einen kurzen Blick auf den Stein – Jade bedeutete Schutz, ein Stein mit schier uralter Magie und der Mann unter ihr hatte diese hautnah erleben dürfen. Ein ausgebildeter Ritter, ein Diplomat mit einer Silberzunge ohnegleichen, der jedem mit diesem Anflug von verhaltener Überlegenheit entgegentrat, trug tatsächlich rund um die Uhr einen Schutzstein bei sich.
Die Ironie dahinter scheuchte ihr ein Grinsen über die feinen Züge, entlockte ihr ein Kichern.
Sie sah ihn wieder an, sah, wie er die Augenbrauen fragend gehoben hatte und machte eine kurze Bewegung mit der Hand, die sein Amulett hielt. 


„Schutz“, sagte sie mit einem Lächeln, „Jade steht für Schutz. Jedoch...“
Sie streckte sich ein wenig, und legte sein Amulett auf den Nachttisch neben dem Bett – außerhalb seiner Reichweite. Er war ihrer Bewegung mit den Augen gefolgt; seine Miene verriet nichts von dem, was dahinter geschah, doch sie sah seine Augen funkeln, als sie sich wieder zu ihm hinunterbeugte, ihm fahrig mit einer Hand durch seine zerzausten Haare fuhr.
„...wirst du keinen Schutz brauchen.“


Ihre Haare fielen wie ein glänzend grüner Vorhang, der ihn und sie vom Rest der Welt abzuschirmen schien.
Er fuhr mit einer Hand kurz hindurch, erwiderte ihre Geste von eben, ließ sich eine Strähne durch die Finger gleiten, bevor er ihren Gedanken für sie beendete.
„Nicht, wenn ich lebendige Jade direkt vor mir habe.“
Sie küsste ihn.

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